Riboud, Marc

Marc Riboud, 1923 in Saint-Genis-Laval bei Lyon geboren, machte 1937 beim Besuch der Weltaus-stellung in Paris seine ersten Fotos mit einer Kodak-Kamera im Kleinbildformat. 1944 beteiligte er sich an der Résistance im Vercors-Gebirge. Von 1945 bis 1948 absolvierte er ein Ingenieurstudium an der École Centrale in Lyon und begann in einer Fabrik zu arbeiten. Drei Jahre später entschloss er sich freiberuflicher Fotograf zu werden. Sein Bild „Der Maler auf dem Eiffelturm“ war 1953 seine erste Veröffentlichung im Life Magazin. Auf Einladung von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa trat er der Agentur Magnum Photos bei.

Ab 1955 bereiste er intensiv den Nahen Osten, Afghanistan, Indien, China und Japan. Nach einem dreimonatigen Aufenthalt in der UDSSR zog es ihn 1960 nach Algerien und Schwarzafrika, wo er die Kämpfe zur Unabhängigkeit fotografisch festhielt. Als einer der wenigen Fotografen, denen die Ein-reise erlaubt wurde, machte er zwischen 1968 und 1969 Reportagen in Süd- und Nordvietnam. In den 1980er und 1990er Jahren kehrte er regelmäßig nach Südostasien zurück, insbesondere nach Angkor Wat und Huang Shan.

2011 machte Marc Riboud eine Schenkung an das Musée national d’art moderne im Centre Georges Pompidou in Paris von insgesamt 192 Originalabzügen aus der Zeit zwischen 1953 und 1977. Sein Werk wurde in zahlreichen Museen und Galerien in Paris, New York, Shanghai, Tokio, etc. ausge-stellt. Außerdem wurde er mit vielen Preisen geehrt, unter anderem mit zwei Preisen des Overseas Press Club, dem ICP Infinity Award sowie dem Nadar Preis für sein Buch „Vers l’Orient“.

Marc Riboud starb am 30. August 2016 im Alter von 93 Jahren in Paris.


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