MARC RIBOUD 7. Oktober bis 17. Dezember 2016

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Die Galerie 36 präsentiert die erste Einzelausstellung des Pariser Fotografen Marc Riboud in Berlin. Die Ausstellung MARC RIBOUD Welt. Politik. Leben zeigt einen Auszug aus dem umfassenden Lebenswerk des Magnum-Fotografen. Die Ausstellung stellt Portrais von Staatsoberhäuptern wie Winston Churchill, Mao Zedong und Fidel Castro Fotografien aus dem alltäglichen Leben gegenüber. Es ist eine Gegenüberstellung, die in dieser Form noch nie gezeigt wurde und neue Aspekte im Werk Ribouds zutage bringt. Das verbindende Element ist die Darstellungsweise dieser Personen. Wenn Riboud mächtige Politiker in ihrem privaten Umfeld oder bei profanen Handlungen wiedergibt, wird allzu deutlich, dass sich hinter der Fassade auch nur ein Mensch verbirgt. Und es stellt sich die Frage, ob anstelle des Diktators nicht der Unbekannte, der sich gegen das System stellt, im Gedächtnis des Menschen bleiben sollte. Unter den Exponaten finden sich Meisterwerke wie Marc Ribouds „Painter of  the Eiffel Tower“ neben Fotografien, die erstmalig in Deutschland zu sehen sind.

Der Ausstellung in der Galerie 36 liegt ein Gedicht des Schriftstellers André Velter zugrunde, das den Fotografien von Marc Riboud gewidmet ist. Hierin greift Velter zwei Aspekte in Ribouds Werk auf: die Portraits von Staatsoberhäupter, welche die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts geprägt haben und die Fotografien von unbekannten Personen, denen Marc Riboud so große Aufmerksamkeit schenkte. Diese Fotografien aus dem alltäglichen Leben zeigen Marc Ribouds Blick für eindrückliche Impressionen. Mit ihrer starken Bildsprache stehen sie für Menschlichkeit, Unschuld und Lebensfreude inmitten von Zerstörung und Leid.

Während die Portraits von Winston Churchill, vom jungen Dalai Lama oder Fidel Castro das Augenmerk auf ganz unterschiedliche Momente der Weltpolitik lenken, zeigen die Fotografien aus der Mitte unserer Gesellschaft das Leben unter den jeweiligen politischen Umständen. Gerade diese Werke, wurden zu Leitbildern: So ist die Fotografie eines jungen Mädchens von 1967, das Soldaten eine Blume entgegenstreckt, eines von Marc Ribouds bekanntesten Werken und eine Ikone der Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg. Auch seine Fotografie streikender britischer Hafenarbeiter von 1954 ist ein einprägsames Portrait der Arbeiterbewegung.

Marc Riboud (*1923) hält seit über 60 Jahren mit seiner Kamera das Weltgeschehen fest. 1953 trat er auf Einladung von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa der neu gegründeten Fotoagentur Magnum Photos bei. Nach einer mehr als zehnjährigen Amtszeit als Vizepräsident (1959-1973), wird er 1975 Präsident von Magnum Photos.

Er ist berühmt geworden für seine Bildreportagen und Reisefotografie aus zahlreichen Ländern, darunter Indien, China, Vietnam, Algerien und die ehemalige UDSSR. Jahrzehntelang bereiste er die Welt, dokumentierte den Vietnam Krieg und war einer der ersten europäischen Fotografen, die China während der Herrschaft Mao Zedongs besuchten.

Marc Riboud wurde für sein fotografisches Werk mit zahlreichen Ausstellungen – darunter Retrospektiven im Musée d’Art Moderne in Paris und dem International Center of Photography in New York – sowie mit Preisen geehrt.

Seine Fotografien regen zum Nachdenken an, darüber wie sich unsere Welt verändert hat, wo wir heute stehen und wohin unsere Reise in Zukunft gehen wird. Der Künstler selbst sagt über seine Werke:

“Die Fotografie kann die Welt nicht verändern, aber sie kann die Welt zeigen, vor allem wenn sie sich verändert.”
(“La photographie ne peut pas changer le monde mais elle peut montrer le monde surtout quand le monde change.”)

Ausstellungsdauer: 7. Oktober bis 17. Dezember 2016
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 13 bis 19 Uhr

Pressemitteilung MARC RIBOUD




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