Heinemann, Jürgen

Jürgen Heinemann (*1934) zog es in zahlreichen Reisen nach Lateinamerika, wo er am kulturellen Leben der einheimischen Bevölkerung teilnahm – peruanische Hochzeiten, Indiokulte, Straßenszenen aus Haiti, Arbeiterfamilien aus Venezuela und kolumbianische Waisenheime. In harten Kontrasten und einer rauen Körnigkeit erzählen Heinemanns Fotografien vom Leben der einfachen Leute, von Freude genauso wie von Trauer. Sie zeichnen sich durch expressive Hell-Dunkel-Kontraste und nuancierte Schattenverläufe aus, während die ausgearbeiteten Bildkompositionen der Fotografien Heinemanns Interesse für eine klare Formensprache widerspiegeln.

Jürgen Heinemann hat an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen Fotografie studiert. Ab 1962 war er als freier Journalist tätig, bis er 1981 als Professor für Fotografie und Bildjournalismus an die Fachhochschule Bielefeld berufen wurde. Seine Werke wurden in zahlreichen renommierten Galerien und Museen gezeigt. Die Ausstellung HEAVEN präsentiert eine Auswahl von Jürgen Heinemanns Fotografien aus Lateinamerika, die in den 60er und 70er Jahren aufgenommen wurden. Da das verwendete Baryt-Papier nicht mehr produziert wird, fertigt Jürgen Heinemann von diesen Motiven auch keine weiteren Abzüge mehr an.

 


  • Jürgen Heinemann, in Maracaibo, Venezuela 1969




  • Jürgen Heinemann, Im Warteraum beim Arzt, Brasilien 1975




  • Jürgen Heinemann, Hochzeitspolonaise bei Puno, Peru 1962




  • Jürgen Heinemann, Familie bei Toluca, El Salvador 1973




  • Jürgen Heinemann, Sargtransport in Cap Haitien, Haiti 1971