Bert Stern
Shapes & Symbols
Early advertising works 1953 - 1970
14. April bis 14. Juli 2018

Galerie 36 präsentiert die erste umfassende Ausstellung des amerikanischen Fotografen Bert Stern (1929 - 2013), die sich auf seine visionären Werbefotografien der frühen Fünfziger bis Ende der Sechziger Jahre konzentriert. Die Ausstellung "Shapes & Symbols" zeigt eine Auswahl ikonischer Bilder. Sie entstanden in einer hochproduktiven Phase Bert Sterns, als er zu einem der führenden Werbefotografen aufstieg. Viele der ausgestellten Werke, die bisher nur in den Publikationen ihrer Entstehungszeit veröffentlicht wurden, sind nun im Sinne ihrer künstlerischen Tragweiten zum ersten Mal zu sehen.

Bert Stern ist es zu verdanken, dass die Bildsprache in der Werbung der frühen Fünfziger Jahre neu definiert wurde, womit er die Entwicklung der farbigen Werbefotografie hin zur Kunstform entscheidend prägte. Zuvor wurde Zeitschriftenwerbung hauptsächlich zur Veranschaulichung des Textes verwendet. Durch seinen konzeptionellen Blick gab Bert Stern den Anstoß zu einer neuen Ära der Werbung: eine in der fotografische Bilder dem Konsumenten eine flüchtige und verführerische Botschaft zu vermitteln vermögen. Eine seiner bekanntesten Fotografien entstand 1955 in Ägypten für Smirnoff Vodka. Es zeigt ein Martiniglas vor einer Pyramide, deren Spitze sich im Glas widerspiegelt. Diese Schlichtheit gilt als „der weitreichendste Bruch mit der traditionellen Werbefotografie“.¹

Als autodidaktischer Fotograf begann Stern seine Karriere als Assistent beim Flair Magazin. Während seiner Arbeit für das Look Magazin 1946 freundete er sich mit Stanley Kubrick an, für den er später die unvergesslichen Aufnahmen von Sue Lyon als Lolita machte. Nach seinem Dienst in der US Army kehrte Stern nach New York zurück und begann Werbekampagnen zu realisieren. Er fotografierte 1953 in der weißen Wüste von New Mexico seinen ersten großen Auftrag für Smirnoff Vodka in Zusammenarbeit mit der Madison Avenue Werbeagentur. Dieser Auftrag war der Auftakt seiner stetigen Suche einer ästhetischen Bildfindung.

Sein kometenhafter Aufstieg ließ ihn einige der bemerkenswertesten farbigen Bilder zu Beginn des goldenen Zeitalters der Werbung produzieren, sowie einen bahnbrechenden Dokumentarfilm, „Jazz an einem Sommertag“, ebenso wie ikonische Porträts von Weltstars wie Audrey Hepburn, Sophia Loren, Elizabeth Taylor oder Gary Cooper und Truman Capote ­– einschließlich der berühmten „Last Sitting“– Fotografien von Marilyn Monroe.

¹ Robert A. Sobieszek, The Art of Persuasion: A History of Advertising Photography, New York: Harry N. Abrams, Inc., Publishers, 1988, p.99.




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